Comeback nach Maß: Waller/Pristauz stürmen beim ersten Turnier nach Verletzungspause auf Platz vier
- Gisela Plank

- 4. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Juli
Was für ein Comeback! Nach der verletzungsbedingten Pause von Moritz Pristauz beendet das Beachvolleyball-Duo Philipp Waller und Moritz Pristauz das Elite16 in Gstaad (SUI) auf dem hervorragenden vierten Platz. Über die Qualifikation kämpften sich die beiden mit konstant starken Leistungen durch das Turnier und bestätigten eindrucksvoll ihre internationale Klasse. Mit druckvollem Service, hervorragendem Sideout-Spiel sowie einer starken Block- und Verteidigungsleistung knüpfen Waller/Pristauz nahtlos an ihre Erfolge im Frühling an.
Nahtlos zurück auf Erfolgskurs
Nach mehreren Wochen Zwangspause feierte Moritz Pristauz sein Comeback auf der Beachvolleyball World Tour und gemeinsam mit Philipp Waller zeigte er vom ersten Ballwechsel an, starkes, druckvolles Beachvolleyball vom Feinsten. Bereits im März sorgten Waller/Pristauz mit dem fünften Platz bei ihrem ersten gemeinsamen Elite16-Turnier für internationales Aufsehen. Nun bestätigen sie eindrucksvoll, dass sie sich in kurzer Zeit zu einem Team entwickelt haben, mit dem selbst die Weltelite rechnen muss.
Nervenstark ins Halbfinale
Den Grundstein für den Erfolg legten Waller/Pristauz bereits in der Qualifikation. Dort setzten sie sich gegen die Italiener Alfieri/Ranghieri souverän mit 2:0 (21:19, 21:16) durch und qualifizierten sich für den Hauptbewerb.
Auch dort blieb das österreichische Duo zunächst makellos. Zum Auftakt der Gruppenphase bezwangen Waller/Pristauz die Niederländer Boermans/Brouwer mit 2:0 (22:20, 21:19).
Im zweiten Gruppenspiel lieferten sie sich mit den starken Franzosen Daubas/Aye einen intensiven Schlagabtausch. Nach gewonnenem ersten Satz mussten sie sich schließlich knapp mit 1:2 (21:17, 14:21, 8:15) geschlagen geben.
Mit einer überzeugenden Leistung sicherten sich Waller/Pristauz anschließend den Aufstieg in die K.-o.-Phase. Gegen die Spanier Huerta/Gavira revanchierten sie sich für Österreichs Niederlage bei der Fußball-Weltmeisterschaft und feierten einen klaren 2:0-Erfolg (21:16, 21:18).
Im Achtelfinale wartete mit den US-Amerikanern Crabb/Benesh die nächste Herausforderung. Auch hier präsentierten sich die Österreicher nervenstark und setzten sich nach einer hochklassigen Vorstellung mit 2:0 (21:18, 31:29) durch. Vor allem der spektakuläre zweite Satz entwickelte sich zu einem echten Beachvolleyball-Krimi, den Waller/Pristauz schließlich für sich entscheiden konnten.
Im Viertelfinale wartete mit den Israelis Elazar/Cuzmiciov die nächste harte Prüfung auf Waller/Pristauz. Erneut bewiesen die beiden Österreicher ihre Nervenstärke und entschieden ein hochklassiges Match nach großem Kampf mit 2:1 (26:24, 19:21, 15:13) für sich.
Im Kampf um den Finaleinzug trafen die beiden auf die US-Amerikaner Trevor Crabb/Miles Budinger. In einer hochklassigen und bis zum Schluss offenen Begegnung mussten sich Waller/Pristauz trotz einer starken Leistung mit 0:2 (19:21, 23:25) geschlagen geben. Besonders der zweite Satz entwickelte sich zu einem wahren Krimi, in dem die Österreicher Chancen auf den Satzausgleich hatten.
Im Spiel um Platz drei warteten die Brasilianern Evandro/Arthur Lanci ein weiteres Weltklasseteam. Waller/Pristauz lieferten erneut eine starke Vorstellung, mussten sich jedoch nach zwei umkämpften Sätzen mit 0:2 (20:22, 16:21) geschlagen geben.
Mit dem hervorragenden vierten Platz feiern Philipp Waller und Moritz Pristauz ihre bislang beste gemeinsame Platzierung auf der Beach Pro Tour. Nur wenige Wochen nach der verletzungsbedingten Pause von Moritz Pristauz knüpften die beiden nahtlos an ihre starken Leistungen aus dem Frühjahr an und bestätigten eindrucksvoll, dass sie sich in der Weltspitze etabliert haben.
"Schade, dass wir uns nach so einem starken Turnier heute nicht belohnen konnten. Jetzt ist es gerade ein bisserl bitter. Wir können aber stolz auf diese Leistung sein. Darauf wollen wir aufbauen. Wir haben in der Gruppe Boermans/Brouwer (bestreiten Final gegen Crabb/Budinger, Anm.) 2:0 besiegt. Wir wissen also, dass wir mit jedem mitspielen können. Das gibt auf jeden Fall viel Motivation und einen Push für die nächste Trainingsphase", meint Philipp Waller.
"Es ist natürlich im Endeffekt bitter, am Schluss zweimal zu verlieren und so knapp bei einem Elite das Podium zu verpassen. Wir können aber stolz auf die Leistung sein. Im Endeffekt ist es für mich das beste Ergebnis auf der World Tour ever. Ich denke, es war für uns einfach ein gutes Turnier. Wenn man bedenkt, dass ich nach meiner Verletzung mein erstes Turnier bestritten habe und wir gleich so performen, war das ein Ausrufezeichen für die Saison," fügt Moritz Pristauz hinzu.
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© Beachvolleyball World/Conny Kurth
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